
Der „Wegweiser Hospiz und Palliativmedizin“ zeigt weitere
Fortschritte in der Versorgung Sterbenskranker auf. Dazu gehören
sowohl die Zunahme ambulanter und stationärer Dienste wie auch
die noch weiter zu knüpfenden Versorgungsnetze, die die
Multidisziplinarität von Hospiz und Palliativmedizin
widerspiegeln. Die Zusammenarbeit zwischen BAG Hospiz, DGP und
der DGSS ist ebenso fester Bestandteil wie auch die Herausgabe
der „Zeitschrift für Palliativmedizin“, von „Die
Hospiz-Zeitschrift“. Fachforum für Hospiz- und Palliativarbeit“
und die „Schriftenreihe der BAG Hospiz“. Auch weitere
Fachdisziplinen bemühen sich um Integration von Palliativmedizin
und Hospiz, wie z.B. Pädiatrie und Geriatrie.
Die Einrichtung und Kooperation der Zentren für Fortbildung
in der Palliativmedizin in Bonn, Köln, München und Dresden mit
Unterstützung der Deutschen Krebshilfe, aber auch die Berufung
weiterer Professuren für Palliativmedizin in Köln, München und
Göttingen sind Meilensteine. Weitere wichtige Schritte für die
Entwicklung der Palliativmedizin sind die Einführung der
Zusatzweiterbildung durch die Bundesärztekammer auf dem Ärztetag
2003 in Köln und die Aufnahme einer Prozedurenziffer für die
komplexe palliativmedizinische Behandlung im Prozedurenkatalog
2005.
Zunehmende Bedeutung gewinnt die Qualitätssicherung der
Hospizarbeit und Palliativmedizin. So hat die BAG Hospiz im
Jahre 2004 mit dem Qualitätshandbuch „Sorgsam“ gemeinsam mit 40
stationären Hospizen und der LIGA der Wohlfahrtsverbände
hospizliche Qualität festgeschrieben. Die Zunahme der
demenzkranken Sterbenden hat die BAG Hospiz in Zusammenarbeit
mit der Deutschen Alzheimer Gesellschaft dazu veranlasst, das
Curriculum „Mitgefühlt“ heraus zu geben, das sich der Befähigung
der Haupt- und Ehrenamtlichen widmet. Im Bereich der stationären
Palliativstationen wird von einem interdisziplinären
Arbeitskreis der DGP und BAG eine Kerndokumentation erarbeitet;
dabei gewonnene Daten und Erkenntnisse dienen nicht zuletzt auch
hier der Qualitätssicherung. Ein weiteres qualitatives Element
ist der vorliegende „Wegweiser Hospiz und Palliativmedizin
Deutschland 2006/2007“, der die Angebotspalette der Hospiz und
Palliativeinrichtungen erfasst und so interessierten Menschen
den bestmöglichen Überblick verschafft und auch Politikern und
Kostenträgern zur Orientierung dienen mag.
Der neue „Wegweiser Hospiz und Palliativmedizin Deutschland
2006/2007“ ist ein wichtiges Werk, Hilfesuchenden und Helfern
möglichst ortsnahe Unterstützung zur Leidensminderung
anzubieten. Von einer flächendeckenden Versorgung sind wir
jedoch in den Bundesländern noch weit entfernt. Der richtige Weg
ist eingeschlagen. Wir sollten daran arbeiten, dass bis zur
nächsten Ausgabe des Hospiz- und Palliativverzeichnisses das
Versorgungsnetz noch enger werden wird. Unser Dank gilt
insbesondere dem gesamten Team, das sich kontinuierlich und
konsequent der Aufarbeitung dieses Informationswerkes widmet.
Gerda Graf
Vorsitzende der BAG Hospiz
Prof. Dr. Eberhard Klaschik
Präsident der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin
Prof. Dr. Michael Zenz
Präsident der Deutschen Gesellschaft zum Studium des Schmerzes
e.V.
Dr. Christine Wamsler
1. Vorsitzende von eigenes leben - Hilfen für Kinder mit
Schmerzen oder lebensverkürzenden Erkrankungen e.V.
Prof. Dr. Dagmar Schipanski
Präsidentin der Deutsche Krebshilfe e.V. |