
Die erste Auflage dieses Verzeichnisses entstand im Rahmen einer
Umfrage unter deutschen Palliativstationen und Hospizen im
Herbst 1993. Ziel war es, über die vorhandenen stationären
Einrichtungen zu informieren und Kontaktadressen in Deutschland
anzubieten. Mit dieser aktualisierten Fassung liegt nunmehr die
neunte Auflage vor. Seit der letzten Ausgabe sind die Adressen
auch parallel auf einer eigenen Internetseite
www.wegweiserhospiz- palliativmedizin.de abrufbar. Auf
dieser Seite werden die Daten regelmäßig aktualisiert.
Diese Internetseite stellt die gemeinsame Datenbank von BAG
Hospiz sowie der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin
dar. Sie können über entsprechende Links auf die Homepages der
Gesellschaften zugreifen. Hier finden Sie auch in früheren
Ausgaben veröffentlichte Texte zur Hospizarbeit und
Palliativmedizin.
Um auch der aktuellen politischen Entwicklung Rechnung zu
tragen, wurden in diese Ausgabe die zusammenfassenden
Empfehlungen des nationalen Ethikrates Selbstbestimmung und
Fürsorge am Lebensende vom 13. Juli 2006 aufgenommen.
Auch die neunte Auflage entstand wieder in enger Zusammenarbeit
und mit Unterstützung der Deutschen Gesellschaft für
Palliativmedizin, der Bundesarbeitsgemeinschaft Hospiz, der
Deutschen Gesellschaft zum Studium des Schmerzes und des Vereins
eigenes leben – Hilfen für Kinder mit Schmerzen oder
lebensverkürzenden Erkrankungen e.V. Zum zweiten Mal wird dieses
Projekt auch von der Deutschen Krebshilfe unterstützt.
Ein Verzeichnis, wie das Vorliegende, lebt von seiner
Aktualität. Bei der schnellen Entwicklung im Bereich der
Hospizbewegung und Palliativmedizin sind Adressen oft schon nach
kurzer Zeit überholt. Eine regelmäßige Aktualisierung des
Verzeichnisses ist deshalb notwendig. Durch eine jährliche
Aktualisierung wollen wir der schnellen Entwicklung der
Hospizbewegung und den palliativmedizinischen
Versorgungsstrukturen Rechnung tragen, so dass wir Sie über den
Trend informieren und Ihnen stets die neuesten Adressen zur
Verfügung stellen können.
Für diese Ausgabe wurden rund 1.900 Dienste und Einrichtungen
angeschrieben, erstmals teilweise auch auf elektronischem Wege.
Aufgenommen in diesen Wegweiser wurden 1.030 ambulante Hospiz-
und Palliativdienste, 142 stationäre Hospize, 127
Palliativstationen und ca 150 weitere Einrichtungen der
Weiterbildung in der Hospiz- und Palliativarbeit sowie anderen
Einrichtungen mit regionaler oder überregionaler Bedeutung. Von
noch etwas mehr als 300 ambulanten Diensten haben wir Adressen,
die uns aber leider nicht aktiv bestätigt wurden, von
deren Existenz wir aber ausgehen dürfen. Unter Einbeziehung
einer Dunkelziffer kann man im Moment nur erahnen, wie groß die
Zahl der ambulanten Dienste tatsächlich ist. Vielleicht gelingt
es für das kommende Jahr erstmals einen bundesweiten
Gesamtüberblick zu präsentieren.
Die meisten Dienste und Einrichtungen haben sich auch in diesem
Jahr die Mühe gemacht und den Fragebogen zur Ausstattung und
Tätigkeit der Einrichtung beantwortet. Damit wird es wieder
möglich werden, den Verbänden der Hospizbewegung und
Palliativmedizin wichtige Strukturdaten zur politischen
Diskussion um die Weiterentwicklung der Palliativversorgung an
die Hand zu geben und der Öffentlichkeit zu präsentieren.
Die Aufstellung der Einrichtungen wurde gegliedert nach
Palliativeinrichtungen für Kinder, Stationären Hospizen,
Palliativstationen, Ambulante Diensten und Überregional
arbeitende Institutionen. Innerhalb dieser Bereiche sind die
Einrichtungen nach Postleitzahlen geordnet, um Interessierten
und Betroffenen die Möglichkeit zu geben, Ansprechpartner in der
Nähe ihres Wohnortes zu finden. Die ambulanten Dienste wurden
entsprechend der Definitionen der BAG Hospiz gekennzeichnet. Die
Angaben dazu entstammen jedoch den Eigenangaben der Dienste, so
dass wir leider nicht immer die Richtigkeit der Angaben und der
daraus resultierenden Klassifikation gewährleisten können. Eine
Überprüfung dieser Angaben durch die Herausgeber ist bei der
Vielzahl der Einrichtungen leider nicht möglich. Da in diesem
Jahr rund 400 zusätzliche Adressen aufgenommen werden konnten,
finden sich nun einige Angaben zum Umfang des Leistungsangebotes
nur in der Internetversion. Dort finden Sie auch eine erweiterte
Suchfunktion, bei der Sie sich die Dienste einer bestimmten
Region anzeigen lassen können. Auch haben wir die Textbeiträge
dieser und der letzten Ausgabe hier für Sie zum Download
bereitgestellt.
Auch in dieser Ausgabe können nur Einrichtungen berücksichtigt
werden, deren Adressen bzw. -änderung uns gemeldet wurden. Bitte
informieren Sie uns, falls sich in Ihrer Einrichtung wesentliche
Veränderungen ergeben sollten (z.B. Steigerung der Bettenzahl,
Schließung) oder Sie Kenntnis von der Eröffnung neuer
Einrichtungen haben. Für die Bereitstellung eines möglichst
aktuellen und umfangreichen Verzeichnisses sind wir bei der
Arbeit auf Ihre Hilfe und Zusammenarbeit angewiesen.
Um die Aktualität der Daten zu sichern, haben wir uns
entschlossen, die Überprüfung regelmäßig zu Beginn eines Jahres
vorzunehmen und die jeweils aktuelle Ausgabe im Sommer des
Jahres zu veröffentlichen.
Wir hoffen, dass auch die nun vorliegende Ausgabe, Ihnen in
Ihrer Arbeit in den Bereichen Hospiz, Palliativpflege und
Palliativmedizin nützlich sein wird.
| R. Sabatowski
|
F. Nauck |
J. Roß |
B. Zernikow
|
L. Radbruch |
Danksagung
Die Herausgeber bedanken sich bei allen Hospizen,
Palliativstationen und ambulanten Diensten, die wiederum
bereitwillig Informationen zur Verfügung gestellt und somit erst
die Erstellung des Wegweisers ermöglicht haben.
Auch sei der Mundipharma GmbH für die großzügige
Unterstützung beim Druck des Verzeichnisses gedankt.
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